Mein langer Weg zum Bücherwurm

Hallo!

Ich weiß nicht, wie das bei euch so war, aber mein Weg zum Bücherwurm war doch etwas umständlicher. Darum möchte ich euch heute mal erzählen, wie es so dazu kam, dass aus mir doch noch einer wurde. 🙂

Lesen und Schreiben? Ohne mich!
Man will es kaum glauben, aber in der Grundschule habe ich lesen wirklich gehasst. Damals waren Zahlen bei mir ganz weit vorne im Rennen. Kein Wunder: ich musste in der ersten Klasse die Schule wechseln und habe bis dato vielleicht Fu und Fara lesen können. Meine neue Klasse war da schon deutlich weiter. Zahlen waren da einfacher, weil wir halt einfach im Rechnen weiter waren.
So vergingen die Jahre und ich musste immer zum Lesen und auch zum Schreiben gezwungen werden. Es war nicht schön. (Also vor allem für meine Eltern. :D)
Bis meine Mutter mir irgendwann „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler geschenkt hat. Da waren so schöne Bilder drin und die Geschichte um die kleine Hexe hat mich einfach in ihren Bann gezogen! 😉
Leider sollte dies lange Zeit auch das einzige Buch sein, welches ich gelesen habe.

Zuckersüße Magical Girls und eine Supertante
Bis ich irgendwann meine Tante besucht habe. Diese findet auch schon seit gefühlt immer Anime und Manga gut und ist ein paar Jahre älter als ich. Ich als riesen Animefan hatte dann das Glück, in ihrem Zimmer den fünften Band von Card Captor Sakura liegen zu sehen. Da meine Tante zu der Zeit selbst nicht da war und ich den Anime liebte, habe ich mir frecher Weise das Buch einfach geschnappt und gelesen.
Was soll ich sagen? Plötzlich ging das mit dem Lesen irgendwie viel einfacher.
Eine neue Leidenschaft, die bis heute anhält, war gefunden.

Was dieses Hobby angeht, hat meine Mutter mich zum Glück schon immer unterstützt und somit haben wir direkt meine ersten eigenen Mangas bei ebay bestellt. Das waren Kamikaze Kaitou Jeanne und Wedding Peach. Beides kannte ich bereits aus dem Fernsehen und hatte somit einen Bezug zu den Serien.
Meine Tante war übrigens so lieb und hat mir die ersten sechs Bände von Card Captor Sakura geschenkt. Meine Mangasammlung wuchs und sie wächst bis heute.

Der geflügelte Drache des Paolini
Doch so richtig an „normale“ Bücher hat auch das mich nicht gebracht. Da musste erst ein weiterer „Zufall“ her: ein Buchladen.
Auf der Suche nach neuen Mangas, die ja vergleichsweise viel kosten und auch früher schon gekostet haben, wenn man bedenkt, dass man (damals) für fünf Euro „nur“ knapp 120 bis 150 Seiten bekommen hat. Klar, die müssen auch erstmal gezeichnet werden und alles, aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen.
Viel wichtiger ist, dass mir bei diesem Besuch im Buchladen ein blaues Taschenbuch mit einem Drachen auf dem Cover aufgefallen ist. Yu-Gi-Oh! sei Dank waren Drachen auch damals für mich bereits der Renner und so nahm ich dieses doch sehr dicke Buch genauer unter die Lupe.

Es handelte sich hierbei um den ersten Band von Eragon aus der Feder von Christopher Paolini. Meine Logik damals: gerundete 1000 Seiten für knapp zehn Euro. Das ist der Wahnsinn!
Wer jetzt denkt, ich habe freudestrahlend dieses Buch mit nach Hause genommen: meilenweit verfehlt.
Erst musste noch darüber nachgedacht werden, ob das Buch sein Geld überhaupt wirklich wert war. Außerdem war mein Taschengeld irgendwie dauernd direkt aufgebraucht und ich hätte sparen müssen.
Nachdem ich aber nach zwei Wochen und dem nächsten Besuch im Buchladen noch immer an Eragon denken musste, waren meine Eltern so lieb und haben mich dabei unterstützt, endlich auch mal ein Buch so ganz ohne Bilder zu holen.
Was soll ich sagen?

Eragon gehört bis heute zu meinen Lieblingen und hat den Grundstein für viele weitere Bücher gelegt und wahrscheinlich auch für diesen Blog hier.

Aus heutiger Sicht
Ich muss sagen: ich musste ein paar Umwege gehen und hier und da mal etwas Glück haben, doch es hat sich gelohnt. Schicksal und Zufall meinten es gut mit mir und heute kann ich mir gar nicht vorstellen, einen Tag mal kein Buch in der Hand zu halten.
So können sich die Dinge ändern.

Fakt ist: ich bin froh, immer mal wieder in die „richtige“ Richtung geschubst worden zu sein und möchte nicht eins der gelesen Bücher missen, sei es Manga oder Roman.

2 Kommentare zu „Mein langer Weg zum Bücherwurm

  1. Hey 🙂
    Ja, ich freue mich auch, dass es doch noch was geworden ist. 😉
    Ach, ich finde, man muss ja auch nicht immer lesen. Es gibt so viele tolle Hobbys, denen man nachgehen kann. Da kommt so eine „Leseflaute“ mal vor 🙂

    Liebe Grüße zurück! 🙂

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  2. Hallo Jacky

    Schön, dass Du den Weg zum Bücherwurm geschafft hast, wenn auch über Umwege… Aber Du bist noch jung und hast noch ganz viele Jahre mit wundervollen Büchern vor Dir… 🙂

    Ich war als Kind eine völlige Leseratte, hatte dann aber in der Zeit so von 25-35 eine Flaute, in welcher ich kaum ein Buch gelesen habe. Aber seit vielen Jahren läuft es jetzt wieder und ich geniesse es sehr, wieder viel zu lesen.

    Liebe Grüsse
    Carmen

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